Die Dokumentation "Bildung lokal gestalten – Eindrücke, Positionierungen und Ergebnisse“ setzt den mit der Broschüre „Bildung lokal gestalten – Rahmenbedingungen und Ansätze für die Gestaltung lokaler Bildungslandschaften in Brandenburg“ begonnenen Diskussionsprozess fort und fasst die wichtigsten Punkte des Fachgesprächs „Auf dem Weg in die lokale Bildungslandschaft“ zusammen.
Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Landesinstitutionen und Verbänden diskutierten am 19. Februar 2010 in Caputh die Rolle der Kommune als bildungspolitische Akteurin.
Eines der wichtigsten Ergebnisse des Fachgesprächs heißt: "Geht nicht! Gibt's nicht!" Denn „wo kommunaler Gestaltungswille vorhanden ist und sich die beteiligten Akteure vor Ort gemeinsam auf den Weg machen, lässt sich mehr erreichen als anfangs erwartet werden konnte.“, stellt Katrin Kantak , Leiterin des Projektverbundes kobra.net, im Vorwort der Dokumentation fest.
Das pdf der Dokumentation finden Sie hier.
Unter dem Titel „Bildung lokal gestalten. Rahmenbedingungen und
Ansätze für die Gestaltung lokaler Bildungslandschaften in Brandenburg“ hat die Landeskooperationsstelle Schule-Jugendhilfe von kobra.net - Kooperation in Brandenburg gefördert vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und dem Europäischen Sozialfonds, eine Broschüre herausgegeben. Neben konzeptionellen Grundlagen enthält die Publikation eine anschauliche und praxisnahe Dokumentation
gelungener Beispiele aus drei Brandenburger Kommunen.
Zum Download des pdfs gelangen sie hier.
Wieso, weshalb, warum? Auf der Dritten landesweiten Fachtagung zu Regionalen Bildungslandschaften in Kiel fasste Peter Bleckmann am 3. Juni 2010 den aktuellen Stand zum Thema Bildungslandschaften zusammen und beantwortete Fragen wie: Warum „Lokale Bildungslandschaften“?, Was sind „Lokale Bildungslandschaften“? Wie entstehen sie? Und welche Herausforderungen gibt es?
Weitere Informationen finden Sie hier in der Powerpoint-Präsentation zum Vortrag.
Im Rahmen der Tagung "Geteilte Zuständigkeit – gemeinsame Verantwortung, Bildungsallianzen in der Bildungslandschaft" der Evangelischen Akademie Loccum vom 23. bis zum 25. April 2010 hielt Peter Bleckmann von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung einen Vortrag über „Das Konzept eines erweiterten Bildungsverständnisses – Kooperationen, Anschlüsse und Übergänge gestalten in lebenslauforientierter Bildung“. Darin erklärte er, was Kommunen tun können, um Bildungslandschaft zu werden und inwieweit die Länder dabei unterstützen können.
Weitere Informationen sowie die Präsentation finden Sie auf der Homepage der Evangelischen Akademie Loccum: http://www.loccum.de/bildungslandschaft/
Mit einer Fachtagung gewährte die nelecom-Pilotkommune Saalfeld am 27. und 28. April 2010 Einblicke in ihr Tun. Der demografische Wandel, sinkende finanzielle Ressourcen und eine mangelnde Wirtschaftskraft stellten die Kommune vor besondere Herausforderungen. Mit der Fachtagung wurden kommunale Entwicklungsprozesse und Ergebnisse aufgezeigt und ein interkommunaler Austausch möglich.
In seinem Vortrag „Lokale Bildungslandschaften – eine Perspektive“ ging Mario Tibussek von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung auf die aktuellen Entwicklungen zum Thema Lokale Bildungslandschaften ein.
Weitere Informationen finden Sie hier in der Powerpoint-Präsentation zum Vortrag.
In seinem Artikel "Ganztagsschulentwicklung als kommunale Herausforderung" geht Peter Bleckmann von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung auf die Beteiligung von Kommunen als bildungspolitische Akteure ein. Obwohl sich hinsichtlich der Zuständigkeiten von Bund und Ländern in Bildungsfragen kaum etwas geändert hat, ist das kommunalpolitische Interesse rund um das Thema Bildung gestiegen. Als wichtigen Punkt in diesem Zusammenhang nennt Bleckmann den stetigen Ausbau von Ganztagsschulen, der das kommunale Engagement im Bereich Bildung fördert.
Anhand zweier konkreter Projektbeispiele erklärt er die neue Motivation der Kommunen hinsichtlich bildungspolitischer Themen und welche Erfahrungen bereits gemacht wurden.
In einem Interview geben Peter Rohrbach, Bürgermeister der Stadt Weiterstadt, und Dieter Assel, Fachdienstleiter der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Weiterstadt, Einblicke in die Bildungsarbeit der Kommune Weiterstadt.
Die pdfs von Artikel und Interview können Sie sich hier herunterladen:
pdf des Artikels
pdf des Interviews
Beide Text sind im folgenden Heft erschienen:
Ganztags Schule machen, Nr. 5
Friedrich Verlag GmbH, Seelze 2008
Bei Kommunen und freien Trägern brechen immer mehr Einzelprobleme auf, die alle zusammen unter das vermeintlich nationale und gesamtstaatliche Thema „Erziehung und Bildung“ gehören, aber nicht mehr in einem Fachressort zu lösen sind. Die Debatte reicht sozusagen „unterhalb“ der bundesdeutschen Politikdiskussion über eine volle Themenbreite, die von der Wohn- und Stadtentwicklung bis zu den kommunalen Gesamthaushalten geht. Allein diese Themen- und Schnittstellenfülle (Krippen, Kindergärten, Bedarfe, Tarife, Schulliegenschaften, Vereine, Jugendhilfe, Arbeitsmarktqualifizierungsprogramme, Seniorenkultur, Migrantenkurse, Spielflächen, Bildungsmonitoring, Quartiers- und Kulturvernetzung, Gewaltpräventionskurse usw.) rechtfertigt von einer Landschaft von Lernanlässen und Institutionen zu sprechen. Eine systematische Politik für Lernlandschaften wird notwendig, die quer zu den städtischen Ressorts- und staatlichen Zuständigkeiten geht.
Dies veranschaulicht der Text von Dr. Konrad Hummel (vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V) in zehn Argumenten.


Um kooperative Bildungsstrukturen vor Ort aufzubauen, bedarf es in Schulen eines Perspektivwechsels: Konsequenter als bisher muss Schule sich dem Stadtteil öffnen und wieder ein Teil des öffentlichen Lebens in den Quartieren werden. Auch andere Akteure im Stadtteil – wie beispielsweise Kultureinrichtungen, Bibliotheken, Weiterbildungsträger, Sportvereine, religiöse Gemeinschaften, lokale Ökonomie – müssen Verantwortung für die Bildungssituation vor Ort wahrnehmen.
Eine nachhaltige Kooperation zwischen den verschiedenen Partnern herzustellen ist nicht einfach, da es starke Unterschiede zwischen den Einrichtungen gibt, nicht nur was Inhalte, Philosophie und Zielgruppen betrifft, sondern auch hinsichtlich Strukturen, Finanzen und Personal. Asymmetrische Strukturen erschweren Kooperationen, aber sie bieten auch großartige Chancen für eine produktive Zusammenarbeit: Wenn etwa die große Institution Schule mit einer kleinen experimentierfreudigen Kultureinrichtung kooperiert und eine Volkshochschule mit Kompetenzen in der Erwachsenenbildung integriert, können Projekte gelingen, die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte gleichermaßen in eine neue Qualität von Bildungslandschaft einbinden.
Hilfreich ist der gemeinsame Blick auf den Stadtteil als Basis der Kooperation, denn der Stadtteil ist ein entscheidender Hintergrund für gelingende (oder benachteiligende) Bildungsbiografien. Gestaltung von Bildungsübergängen, Integration von kulturell und sozial Benachteiligten, Aktivierung von Eltern, Bildungsberatung – all das kann Schule nur im Zusammenspiel mit allen zivilgesellschaftlichen Akteuren eines Stadtteils schultern. Um integrierte Strukturen aufzubauen, bedarf es Kooperationen auf Augenhöhe, gemeinsamer Perspektiven und Ziele und sinnvoll definierter Handlungsfelder, in denen die Kompetenzen aller Partner zum Zuge kommen.
Gelingen solche Kooperationsstrukturen vor Ort, ist dies nicht nur für den Bildungsweg von Schülerinnen und Schülern bedeutsam, sondern sie sind auch ein wichtiger Schritt für die Stärkung städtischer Zivilgesellschaft.
Wie dies gelingen kann, aber auch welche Achtungszeichen zu bedenken sind können Sie in Lutz Liffers (Kultur Vor Ort e.V. Bremen) Text "West-Fuß trifft linke Hand - Schule und Stadtteil sollten miteinander tanzen lernen. Dabei muss man sich auch mal auf die Füße treten" nachlesen.
Im Rahmen der Nationalen Fachtagung Pädagogik 2020 mit dem Thema "Formal - non-formal - informell - Wie sich Schule und Kinder- und Jugendarbeit in einem Bildungsnetzwerk ergänzen können" hat Peter Bleckmann (DKJS) einen Einführungsvortrag mit dem Titel "Lokale Bildungslandschaften: Erfahrungen aus Deutschland" gehalten.
Das zugehörige Skript sowie eine entsprechende Präsentation erhalten sie hier zum Download.
Nicht nur Schulen oder Elternhäuser, die gesamte Gesellschaft trägt die
Verantwortung dafür, dass Kinder gut und gesund aufwachsen und in optimaler Weise gefördert werden, so dass sie ihr Potenzial voll entfalten können. Für die
Kommunalpolitik war dies aber offensichtlich nicht Grund genug, die Bildungspolitik an prominenter Stelle zu platzieren. Trotz hoher Ausgaben für Bildung und hoher Folgekosten für Versäumnisse im Bildungsbereich ist in der Vergangenheit auf kommunaler Ebene Bildung standortpolitisch eher vernachlässigt worden. Nun scheint in die Debatte Bewegung zu kommen: Immer häufiger und immer prominenter taucht der Bildungsbegriff im Diskurs der Standortpolitik auf. Das wird – gerade im Kontext des seit Jahren diskutierten demografischen Wandels – für den ländlichen Raum besonders interessant sein, denn dieser hat, so scheint es, zzt. besonders große Schwierigkeiten.
Tibussek, Mario (2008): Bildung als Standortfaktor – Kommunale Bildungslandschaften als Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung. In: Agrarsoziale Gesellschaft (Hg.) Ländlicher Raum. Schwerpunktheft 03/04/2008. Göttingen, S. 7-11.
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat im Jahr 2007 ein Diskussionspapier zum Aufbau Kommunaler Bildungslandschaften erarbeitet, das in erster Linie kommunalpolitische Akteure ermutigen soll, neue und zukunftsweisende Wege in der Bildungs- und Entwicklungsförderung junger Menschen zu gehen.
Deutscher Verein (Hg.) (2007): Diskussionspapier des deutschen Vereins zum Aufbau Kommunaler Bildungslandschaften. Von der Arbeitsgruppe „Kommunale Bildungslandschaften“ unter dem Vorsitz von Prof. Klaus Schäfer.
Zum Diskussionspapier gelangen sie unter diesem Link.
Einen Schritt weiter geht der Deutsche Verein mit einem 2009 erschienen Papier: Deutscher Verein (Hg.) (2009): Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Weiterentwicklung Kommunaler Bildungslandschaften.
Praktiker, die damit begonnen haben eine Bildungslandschaft zu gestalten und sich weitere Hinweise zur Qualitätsentwicklung und Gelingensbedingungen wünschen, finden diese hier.
Anlässlich des Kongresses "Bildung in der Stadt am 22./23.11.2007 gab der Deutsche Städtetag ein Positionspapier zum Thema Kommunale Bildungslandschaften heraus. Dieses finden Sie unter diesem Link

Die Beiträge in dem von Peter Bleckmann und Anja Durdel herausgegebenen Buch "Lokale Bildungslandschaften: Perspektiven für Ganztagsschulen und Kommunen" gehen auf Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Ganztagsschulen ein: Die Öffnung der Schulen für den Sozialraum und die daraus entstehenden Kooperationen, sowie das zunehmende Interesse der Kommunen für Bildung als bedeutsamer Stadortfaktor.
Eine Vielzahl von Beiträgen aus erziehungswissenschaftlicher, soziologischer, entwicklungspsychologischer und politikwissenschaftlicher Perspektive betrachten das Thema Bildungslandschaften mit verschiedenen Zugängen.
Diese werden als Lösungsansatz für verschiedene gesellschaftliche Herausforderungen beschrieben. Gelingensbedingungen und Achtungszeichen für ganztägiges Lernen in Bildungslandschaften werden ebenso thematisiert, wie die Perspektive von Kindern und Jugendlichen, aber auch die Frage nach der Steuerung und den relevanten Akteuren.
Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen des Programms "Ideen für mehr! Ganztägig Lernen." und ist ab sofort über den Buchhandel zu beziehen.
Bleckmann, Peter / Durdel, Anja (Hg.) (2009): Lokale Bildungslandschaften: Perspektiven für Ganztagsschulen und Kommunen. Wiesbaden.
ISBN 978-3-531-163543
Im September 2007 fand in Berlin der vierte Ganztagsschulkongress mit dem Titel "Ganztagsschulen werden mehr - Bildung lokal verantworten" statt. Über zwei Tage wurden in diesem Rahmen Praxisbeispiele aus allen Bundesländern mit ihren Ansätzen und Erfahrungen rund um die gemeinsame Planung und Gestaltung von Bildung und Bildungslandschaften vorgestellt. Diese Ausstellung war so interessant und bot ein so reichhaltiges Bild an Möglichkeiten, dass sich die sechs Serviceagenturen des Thematischen Netzwerks "Integrierte Bildungslandschaften" entschlossen, die vorliegende Dokumentation zu erstellen. Sie wollen den Blick auf weiträumigere Strukturzusammenhänge lenken und Wege der Zusammenarbeit lokaler Handlungsträger aufzeigen.
Zum pdf der Dokumentation 05 gelangen sie hier.
Der Begriff "Bildungslandschaften" ist aus der aktuellen bildungspolitischen Debatte nicht mehr wegzudenken. Kooperationen, Vernetzungen, Synergien ... Bildungslandschaften sind eigentlich zu unterschiedlich, zu vielfältig, als dass sie mit einem einzigen Heft aufgearbeitet werden können. In dem vorliegenden Themenheft wird dennoch versucht, einen ersten systematischen Zugang zu der Thematik zu finden. Vorgestellt werden Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten und aus unterschiedlichen Perspektiven zum Jahresthema 2007, nämlich der gemeinschaftlichen Verantwortungsübernahme verschiedener gesellschaftlicher Träger und Einrichtungen für die Gestaltung lokaler Bildungslandschaften.
Hier gelangen sie zum pdf von Themenheft 07.
Der Text von Mario Tibussek von Lebenswelt Schule, befasst sich mit der Frage der Vereinbarkeit von kommunalem Raum und Sozialem Raum. Der Autor geht der Frage nach, wie sich die beiden Prämissen
1. vom Individuum aus denken
2. von der Verwaltung aus handeln
realisieren lassen und wie der "Spagat zwischen den verschiedenen Raumbezügen gelingt".
Tibussek, Mario (2009): Wie lassen sich Sozialraumorientierung und Kommunalisierung in Bildungslandschaften miteinander vereinbaren. In: Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. (Hg.). Urbane Landschaften I. Lernlandschaften durch das Engagement von Stadt, Unternehmen (CSR) und Bürgerschaft.
Der Band ist anlässlich der Tagung "Urbane Landschaften des Lernens in der Stadtentwicklung" am 24./25.11.2009 in Hamburg erschienen und enthält alle 38 Referentenbeiträge.
Zum Download des Textes gelangen sie hier.



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